Zweiter Sonntag der Osterzeit - innerer Friede

11. April 2021

Lesejahr B

1. Lesung: Apostelgeschichte 4,32-35
2. Lesung: 1. Johannes 5,1-6
Evangelium: Johannes 20,19-31

» Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott! «

Der Zweifel gehört zur echten Fruchtbarkeit, man muss durch ihn hindurch, es geht kein anderer Weg als dieser gefahrvolle in die große Gewissheit.
(Martin Buber)

Friede ist mit dir

hinter verschlossenen Türen

die wir nur zu gut kennen

 

wünsche ich dir –

wirklich innerer „Friede sei mit dir“

 

Zweifel und Glaube

leben in unseren Herzen und da

 

wünsche ich dir –

wirklich innerer „Friede sei mit dir“

 

Gottes Geist atmet in dir

innerer Friede

lebt in dir

strömt aus dir

kommt zurück zu dir

 

© chrisgarz

Schriftstelle

Johannes 20,19-30

 

Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen:

Friede sei mit euch!

Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen:

Friede sei mit euch!

Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.

Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen:

Empfangt den Heiligen Geist!

Thomas, der Dídymus – Zwilling – genannt wurde, einer der Zwölf,

war nicht bei ihnen, als Jesus kam.

Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen.

Er entgegnete ihnen:

Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.

Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei.  Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte:

Friede sei mit euch!

Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!

Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott!

Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.

Grund meiner Hoffnung

Du
bist der Grund meiner Hoffnung
Du lebst als tiefes Geheimnis in mir

Kommen auch Tage des Zweifels
der Ungewissheit
wo vieles wie eine große Lebenslüge erscheint
so versuche ich vertrauensvoll
zu Grunde zu gehen

Weil Du
mich durch diese Verunsicherung
zur Quelle des Lebens führen wirst
damit in mir auch Schwäche und Ohnmacht
leben darf

So wird mir nichts mehr fehlen
und ich finde neue Geborgenheit in Dir

(nach Psalm 23,1)

 

Pierre Stutz