Der heutige Evangeliumstext mahnt uns zu Bescheidenheit und Demut, was besonders durch den letzten Satz ausgedrückt wird: „Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“ Auch wen jede und jeder von uns in seinem Leben viele Rollen einnimmt, so darf sie/er nicht glauben jemand Besserer zu sein, zB.: Eltern gegenüber ihren Kindern, Lehrer gegenüber ihren Schülern, Priester/Diakone gegenüber den Gläubigen, usw.
Für meinen Seelsorgeraum Heideboden bin ich Diakon, aber mit den Menschen bin ich Christ. Ich bin nicht mehr, nicht heiliger und habe genauso meine Kämpfe in meinem Leben. Und ich weiß, dass es in unserem Seelsorgeraum viele Menschen gibt, die mir ein Vorbild sein können bzw. sind. Ich habe die schöne Aufgabe das Wort Jesu zu verkünden und die Menschen zu begleiten, aber deswegen bin ich nicht besser und auch kein besserer Christ als die anderen. Ich hoffe mit diesem Bespiel deutlich gemacht zu haben, was uns diese Textstelle heute mitgeben möchte. Und ich lade jede und jeden ein, heute einmal auf sich selbst zu schauen und zu ergründen, wie weit es bei ihnen selbst mit Bescheidenheit und Demut ist.
(von Diakon Andreas Wurzinger)