Evangelium Johannes 4, 43-54
Wenn der Tod zuschlägt und uns eines geliebten Menschen beraubt – zur Unzeit, zu früh, plötzlich und unerwartet – brechen Schmerz, Verzweiflung und Ratlosigkeit herein. Wir haben gebetet, Gott um ein Wunder angefleht und geglaubt – aber das Wunder blieb aus. Jesus wirkt Wunder – aber nicht in meiner Familie. Habe ich zu wenig gebetet, zu wenig geglaubt?
Gottes Ratschluss eröffnet sich uns nicht. Jesaja führt uns weg von den zerstörerischen Selbstzweifeln, hin zu Hingabe und Vertrauen, Trost und Hoffnung: Jesus kann noch größere Wunder tun als Kranke heilen: er kann Tote zum Leben führen. Auch wenn der Tod nicht weggenommen ist, hat Jesus ihm den Stachel genommen. „Ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde – dort hört man nicht mehr lautes Weinen und Klagerufe!“
(von Paula Mairhofer)