Herr du lehrst mich, was Liebe bedeutet.

Du hast den Jüngern die Füße gewaschen, dich erniedrigt, diesen Dienst nicht nur als Liebesbeweis erbracht, sondern auch als Akt der Barmherzigkeit und der Nächstenliebe.

Du hast dich nicht Meister genannt, sondern von Brüdern und Schwestern gesprochen.

 

Lehre mich die Welt so zu sehen, wie du sie für mich siehst,

die Menschen so wahrzunehmen, wie du es getan hast,

mich so zu verhalten, wie du es gewollt hättest.

Vor dir brauche ich mich nicht groß zu machen, denn du kennst mich in- und auswendig. Du kennst meine Gedanken, schon bevor ich sie gedacht habe. Du weißt um meine Schwächen und kennst meine Stärken, weißt um mein Bemühen und mein Scheitern. Und trotzdem gibst du mich nicht auf, du bist für mich da.

 

Aus Liebe zu uns Menschen hast du die Last von unseren Schultern genommen und bist für unsere Sünden am Kreuz gestorben.

 

Indem mir das bewusst wird, spüre ich, dass deine Liebe so grenzenlos ist, wie das Universum, unbegreifbar und unerreichbar, und doch meinem Herzen so nah.

(von Romana Hafner)