Josef muss wohl ein „Träumer“ gewesen sein.

Wer macht so etwas schon? 

Doch mehrmals zeigt sich durch einen Traum, in dem Boten Gottes zu ihm sprechen, 

eine Wendung in seinem Leben. Und er lässt sich darauf ein. Schweigend. 

Er verlässt sich, er traut sich, er vertraut ganz und gar.

Dadurch wandelt sich die ursprüngliche Angst und Verletztheit in Zukunftshoffnung.

Ein stiller „Held“, 

der durch sein Vertrauen auf Gott den Weg für die Menschwerdung Gottes bereitet.

 

 

Existenz der Liebe

und Josef vertraut.

 

Es strömt in einem fort.

Das All drängt

nach Empfängnis.

 

Sei still!

Das Wort ist

unterwegs zu dir.

 

Sei still!

Die Hand hat sich

auf dich gelegt.

 

Sei still!

Die Last wird

abgenommen.

 

Sei still!

Du siehst

den Grund.

 

Sei still!

Du wirst von

Kraft erfüllt.

 

Es strömt seit

Anfang an.

Gott ist aus sich

herausgegangen.

Es strömt in einem fort.

 

Seitdem ist Leben,

Gnade, Liebe.

Gott hat die Stille

als Sein Haus gemietet.

 

Sei still!

Gott kommt auf dich zu,

schneller als ein Lichtstrahl.

 

(Martin Gutl)

(von Franziska Klein)